Man kann nur davor warnen, leichtfertig einen Hund zu kaufen/verschenken.
Tiere sind keine "Konsumobjekte", sie haben Bedürfnisse und Gefühle.
Viele dieser Käufe erweisen sich sehr oft als Fehler, weil sich der Tierhalter keine Gedanken darüber macht, welche Verpflichtungen er mit dem Erwerb eines Hundes eingeht. Eltern und Kinder fühlen sich schnell überfordert, und letztendlich landet das "Geschenk" spätestens zur Urlaubszeit im Tierheim oder wird der Bequemlichkeit halber, auf dem Autobahnparkplatz oder in einem Wald einfach ausgesetzt.
Einen Hund zu sich zu nehmen bedeutet eine grosse Verantwortung.
Diese Entscheidung sollte nicht unüberlegt getroffen werden, nur weil ein paar Hundeaugen jemanden gerade so traurig schauen.
• Man muss sicher sein, dass man auch dann für seinen Hund da ist und ihn liebt, wenn er krank ist,... wenn er gerade dann raus muss, wenn man beschäftigt ist, ...wenn er genau dann bellt, wenn das Baby schläft,....wenn er Gassi gehen muss, obwohl es regnet,...wenn er sich schmutzig macht, obwohl wir gerade das Haus geputzt haben,...
• Man muss sicher sein, dass man die finanziellen Mittel hat, den Hund zu ernähren und ihn zum Tierarzt zu bringen, wenn er krank ist.
• Man muss sicher sein, dass man den Hund an seinem Leben teilhaben lassen will und ihn nicht mehr Zeit als unbedingt nötig alleine lässt.
Wer all das gut und reiflich überlegt hat und sicher ist, dass er die Verantwortung für einen Hund bis zu dessen Tod übernehmen möchte, der wird vielleicht hier auf dieser Seite einen neuen Freund für's Leben finden.• Es bedarf viel Zeit für die Beschäftigung, Erziehung und Betreuung. Habe ich überhaupt diese Zeit?
• Darf ich in der Wohnung einen Hund halten? Ist der Garten groß genug, ist er eingezäunt?
• Wohin mit meinen Hund während der Urlaubszeit? Bin ich bereit ggf. wegen dem Hund auf meine Urlaubsreise zu verzichten? Kann ich mir eine Hundepension leisten?
• Hat in der Familie vielleicht jemand eine Hundehaar Allergie?
Falls Sie sich dennoch für einen Hund entschieden haben, informieren Sie sich genaustens über die rassespezifischen Eigenschaften, Jagdhunde, Hüte- und vor allem Herdenschutzhunde gehören nicht in die Hände von Anfängern.
Lassen Sie sich auch nicht von der Bezeichnung „Familienhund“ in die Irre führen, die gerne von unseriösen Tierverkäufern gebraucht wird. Fragen Sie nach bei Hundeschulen, welche Hunderasse für Sie in Frage kommt und lassen Sie sich dort von Experten beraten. Kaufen Sie keine Welpen unter 8 Wochen, Fachleute raten Welpen erst nach 10-12 Wochen von der Mutter oder den Geschwistern zu trennen.
Besuchen Sie mit Ihrem Hund eine gute Hundeschule, achten Sie dabei darauf, dass der Hund dort gewaltfrei erzogen wird; Schläge, Würgehalsbänder und lautes schreien stehen nicht für eine zeitgemäße und verantwortungsvolle Hundeerziehung.
Kaufen Sie nie aus Mitleid !!!
Denn damit unterstützen Sie nur gewissenlose Züchter und Verkäufer.
Hunde + Welpen aus dem Tierheim:
Oft weiß man nicht, was diese Tiere bereits hinter sich haben und welche psychischen und physischen Konsequenzen die nicht selten grausame Vergangenheit mit sich bringt (Angstbeißen, soziales Fehlverhalten,...).
Ein gutes und seriöses Tierheim klärt sie nach bestem Wissen auf und achtet streng darauf, dass die Hunde nur in ein für sie geeignetes Zuhause kommen. Seien Sie misstrauisch, wenn Sie das Gefühl haben man will Ihnen ein Tier „andrehen“ oder man mehr über den Futter- oder Zubehörverkauf spricht, als über den Hund.
Lassen Sie sich nicht vom Büropersonal beraten, sondern von den Tierpflegern. Denn nur die, die auch tagtäglich mit den Hunden arbeiten, können Ihnen etwas zu deren Verhalten sagen.
Nehmen Sie sich viel Zeit bei der Auswahl, gehen Sie mit dem Hund spazieren, schauen Sie nicht nur auf das Aussehen des Hundes, sondern auf sein Verhalten.
Besonders Tierheimwelpen sind enormen Stress ausgesetzt, und selten hat das Personal die nötige Zeit um sich artgerecht um die Welpen zu kümmen.
Nicht selten werden Welpen schon ab der 5. Woche verkauft. Unterstützen Sie dieses verantwortungslose Verhalten nicht, denn während dieser Prägungsphase lernen sie von der Mutter und den Geschwistern alles was für ihr späteres Leben wichtig ist. Das, was in dieser Zeit nicht gelernt wird, kann niemals mehr nachgeholt werden!!
Fachleute raten Welpen erst ab der 10.- 12. Woche von der Mutter und den Gewistern zu trennen.
Züchter:
Seriöse Züchter „schwatzen“ Ihnen ebenfalls keinen Hund auf, sie beraten Sie. Achten Sie darauf wie die Tiere gehalten werden. Lebt er bestenfalls mit im Haus?
Beschäftigen Sie sich auch hier genau mit dem Tier und beobachten Sie sein allgemeines Verhalten. Nehmen Sie jemanden mit der etwas von Hundehaltung versteht. Auch hier wird Ihnen ein guter Hundetrainer gerne zur Seite stehen.
Kaufen Sie nicht :
• Wenn ein Züchter gleich mehrere verschiedene Rassen anbietet und ausschließlich davon lebt
• Wenn die Welpen weit unter dem marktüblichen Preis angeboten werden
• Wenn Ihnen der Züchter einen Welpen billiger anbietet, wennSie auf die dazugehörigen Papiere verzichten
• Wenn man Ihnen die Mutterhündin und die Art, wie sie gehalten wird, nicht zeigen will
• Wenn der Welpe bei der Übergabe nicht mindestens 8 bis 10 Wochen alt ist
• Wenn die Welpen mit ihrer Mutter ausschließlich im Zwinger gehalten werden
• Wenn Hunde auf »Bestellung« angeboten werden
• Wenn ein Welpe mit Durchfall (Gefahr von Parvorirose) angeboten wird, abgemagert oder ungepflegt ist
• Wenn Ihnen das Muttertier oder der Welpe extrem ängstlich oder aggressiv erscheint
• Wenn Sie Bedenkzeit fordern und man Sie unter Druck setzt mit Sätzen wie "Aber morgen könnte er schon weg sein"
Unseriösen Züchtern und Hundeverkäufern bedeutet das Leben des Welpen oder des Muttertieres nichts.
Sie wollen nur auf gewissenlose Weise schnell zu Geld kommen.
Bitte treffen Sie Ihre Entscheidung mit Vernunft und Verantwortung. Wenn die Voraussetzungen stimmen, ist der vierbeinige Freund eine wunderbare Bereicherung für Ihr Leben.
